Am 14. und 15. Februar fanden die Fasentsitzungen des Turnverein Bermersbach statt. Um 19.11 Uhr
am Samstag bzw. 18.10 Uhr am Sonntag öffneten die Präsidenten Thorsten Wunsch und Timo Roll
die Sitzung mitsamt ihren Elferräten und den Narhalla-Mädels. Die Sitzung stand im Zeichen des
Bermersbacher Nationalgebäcks „Pumpernickel“, welcher dieses Jahr auch den Orden für alle
Mitwirkende darstellte. Präsident Timo schrieb einen eigenen Pumpernickel-Song, der mit Hilfe von
KI entwickelt wurde, wobei der Text komplette Eigenproduktion war. Hierzu tanzten Narhalla-Mädels
und Elferräte zu Beginn der Sitzung ein paar von Jakobea Klein einstudierte Schritte, während das
gesamte Lied ablief.

Nachdem das Publikum bereits angeheizt wurde, durften die Narhalla-Mädels ihren Tanz
präsentieren. Energiegeladen und mit viel Ausdauer schwangen sie ihr Tanzbein. Jeder Schritt saß,
der gesamte Tanz war unfassbar synchron. Die viele Arbeit, die die Mädels seit August im
vergangenen Jahr in diesen Tanz investiert haben, hat sich definitiv auf der Bühne bemerkbar
gemacht und wurde auch vom Publikum mit tosendem Applaus gewürdigt. Einstudiert wurde der
Tanz von Jakobea Klein und Angelina Kraft.

Nach dem Narhalla-Tanz tritt klassischerweise der Ortsbüttel auf die Bühne. Auch in diesem Jahr
schlüpfte Timo in diese Roll´ und nahm einen nach dem anderen auf die Schippe. Humorvoll
präsentierte er kleine Missgeschicke, die im vergangenen Jahr passiert sind, auch die eigene Mutter
blieb davon nicht verschont. Das Publikum amüsierte sich sehr an der schelmischen Vortragsweise.

Nach der Rede wollte er seinen Platz im Elferrat einnehmen, als ihm aufgefallen ist, dass dort auch
ohne ihn schon mehr als 11 Personen sitzen. Grund dafür ist ein Umschwung in der Besetzung.
Nachdem im vergangenen Jahr bereits der langjährige Präsident Patrick Barth seinen Platz im Elferrat
räumte, folgten ihm dieses Jahr vier weitere Elferräte. Dafür kamen fünf Neue hinzu. Zur Vorstellung
bzw. Verabschiedung bekam jeder Elferrat einen vorgedruckten Zettel in die Hand, während die
Präsidenten den Wechsel moderierten.

Im Anschluss folgte eine Reise durchs Weltall. Das Licht auf der Bühne wurde dunkel, umso heller
erschienen die Lichter an den Tänzerinnen des nächsten Programmpunkts. Die Pumpernellas, die im
vergangenen Jahr erstmals auf der Bühne standen, präsentierten dieses Mal einen Tanz zum Motto
All. Die Mischung aus schwungvollen und ruhigen Segmenten mit sehr ansehnlichen Kostümen kam
beim Publikum besonders gut an. Einstudiert wurde der Tanz von Sarah-Melina Kowalski.

Als Nächstes war ein Routinier an der Reihe. Ex-Präsident und Ortsvorsteher Nicolai Wunsch ließ es
sich nicht nehmen, auf die Bühne zurückzukehren. Dass er gerne mal ein Liedchen singt ist
mittlerweile bekannt und so begeisterte er uns auch in diesem Jahr mit einem selbstgeschriebenen
Song zum Thema Bermersbach, worin er erläuterte, dass er nur Bermersbach gehöre. Zuvor
berichtete er von aktuellen Problemen in der Gemeinde und seinen „Visionen“, den Ballermann nach
Forbach zu bringen. Dabei wich er von der klassischen Büttenrede ab und ließ seinen Text vom
Musiker live mit der Titelmelodie aus „Jim Knopf“ hinterlegen. Am Sonntag war Simon Merkel aus
Langenbrand mit seiner Gitarre die musikalische Unterstützung für Nicolai.

Nach einer weiteren musikalischen Einlage unseres Musikers, der für das Publikum eine
Schunkelrunde spielte, folgte ein Spiel unserer Präsidentschaft. Hierfür wurde samstags Armin
Merkel vom KV Talhutzel und sonntags Bürgermeister Robert Stiebler auf die Bühne geholt. Sie
mussten jeweils gegen Nicolai Wunsch antreten. Bei dem Spiel, in dem die Teilnehmer jeweils eine
Strumpfhose mit Tennisball auf den Kopf ziehen mussten, ging es um Geschicklichkeit und
Geschwindigkeit. Die Teilnehmer nahmen das Spiel mit Humor und es sorgte auch beim Publikum
alleine aus optischen Gründen für einige Lacher.

Für den letzten Programmpunkt vor der Pause kam Heiko Roll als „Personal Jesus“ auf die Bühne. Mit
offenen Haaren und langem Gewand, sowie Jesus-Latschen präsentierte er zunächst eine kleine
einleitende Bütt. Danach begann er Menschen auf der Bühne zu heilen. Gesetzeshüter Noah
Elsenhans knallte ihm jedoch Paragraphen aus dem Bürgerlichem-, Sozial- und Handelsgesetzbuch um
die Ohren und forderte ihn auf, die Heilung auf der Stelle rückgängig zu machen. Als versöhnliches
Ende konnte er zumindest abschließend noch Wasser in Wein bzw. Asbach-Cola verwandeln. Als
Kranke respektive Geheilte unterstützten bei dem Auftritt Marvin Wunsch und Maxi Schuckert.

Nach der Pause ging es rasant weiter, da auf der Bühne ein Hausbrand entfacht wurde.
Glücklicherweise waren die Turner als Feuerwehrmänner zur Stelle, retteten die eingesperrte Frau Carstina
und löschten den Brand. Es folgten beachtliche turnerische Figuren wie Pyramiden oder Handstände,
sowie sportliche Einlagen mitsamt dem Feuerwehrschlauch. Danach applaudierte das Publikum einer
schneidigen Tanzeinlage, bevor abschließend Sprünge auf dem Trampolin gezeigt wurden, bei denen
auch der Deckenvorhang nicht vor Berührung verschont blieb. Ein Auftritt, der wahrlich alles
dabeihatte, wie wir es von unseren Turnern kennen.

Überraschenderweise kam danach Ortsvorsteher Nicolai Wunsch erneut auf die Bühne. Er selbst war
vermutlich am meisten verblüfft. Tatsächlich war es jedoch Thorsten Wunsch, der sich als Nicolai
verkleidete und den Ortsvorsteher spielte. Dabei wollte er wissen, was er in der Zukunft alles für den
Ort tun würde. Hellseherin Klara Sicht (Timo Roll) riskierte einen Blick in ihre Kugel und teilte Nicolai
mit, für was er künftig alles verantwortlich sein wird. Jede Pointe wurde mit einem Bild durch Beamer
und Leinwand unterstützt, was beim Publikum immer wieder für viel Lachen sorgte.

Eine zusammengewürfelte Schlempelgruppe gab ihr Bühnendebüt in dieser Konstellation. Dabei
wurde eine Szene vorgespielt, wie es im Schlempelhaus von Ortslegende Klaus „Micki“ Stößer am
Rosenmontag oder Fasentdienstag zugange geht. Während Micki, gespielt von Patrick Barth, einen
feuchtfröhlichen Abend mit Gausbacher Urgestein Detlef Schoch (Philipp Nolte) genießen wollte,
bekam er immer wieder Besuch von weiblichen Schlempelgruppen. Nach der durchaus realistischen
Aufführung folgte eine herrliche Tanzeinlage der achtköpfigen Gruppe, die den lustigen Auftritt
perfekt abrundete.

Es folgte wieder ein Auftritt mit viel Bühnenerfahrung. Manuel Roth und Benjamin Wunsch machten
Urlaub daheim. Es war ein bisschen wie die klassische Reise nach „Balkonien“. Um den Urlaub
daheim so richtig genießen zu können, entwickelte Benjamin die App „Touri“, die einige bisher
verkannte Attraktionen in Forbach ganz neu darstellte. So war der App beispielsweise wenig über das
Freibad Montana bekannt, dafür wusste diese über Forbachs größtes Schwimmbecken
„Schwarzenbach“ mit ihrem gemauerten Sprungturm Bescheid, dessen Höhe je nach Wasserstand
variierte.
Nachdem die beiden genügend Gründe genannt hatten, in unserer Heimat Urlaub zu machen, hatten
Sie wohl auch Donald Trump auf den Geschmack gebracht, sich Bermersbach einzuverleiben.

Vor dieser Gefahr warnte Thorsten Wunsch in seiner Rolle als Pressesprecher des Ortsvorstehers.
Nachdem sein Auftritt mit dieser Eilmeldung begann und ein Raunen durch den Saal ging, erläuterte
er den Plan des Ortsvorstehers, um eben dieses Szenario zu verhindern. Mit einigen wahnwitzigen
Nachrichten und Ideen, wie dies gelingen könnte, brachte Thorsten das Publikum wie gewohnt zum
Lachen, sonntags gab es für diesen Auftritt sogar eine Standing Ovation.
Für den abschließenden Programmpunkt wurde die Bühne nochmal ordentlich geziert.

Die Tanzgruppe der Turnmädels präsentierten einen bezaubernden Auftritt zu arabischen Nächten. Nicht
nur das aufwendige Bühnenbild, sondern auch die Kleidung der Tänzerinnen waren sehr schön
anzusehen. Wenn man denkt, die Mädels haben im Vorjahr schon alles gezeigt, ist man umso
sprachloser zu sehen, wie sie sich Jahr für Jahr an Tanzeinlagen, Rhythmus, Geschwindigkeit und
Vielfalt überbieten. Einstudiert wurde der Tanz von Linda Asal und Sophia Schillinger, für den
ebenfalls seit August pausenlos geprobt wurde. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen, und
auch das Publikum zeigte deutlich, wie sehr der Tanz gefiel.

Für das Finale wurden alle Gruppen nochmal auf die Bühne gebeten, es gab eine weitere kleine
Tanzeinlage zum neuen Pumpernickel-Song, bevor die Sitzung traditionell mit einer Polonaise
beendet wurde.

Abschließend bleibt ein riesiges Dankeschön auszusprechen an alle Helfer auf und hinter der Bühne.
Den Schiebeberts Timo Mungenast und Armin Wunsch, unserem Tontechniker Lutz Wiederrecht,
sowie allen Helfern in der Küche, als Bedienung, beim Auf- und Abbau, und jedem, der auf irgendeine
Weise zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hat. Nicht zuletzt natürlich auch dem
Publikum, für das wir diese Veranstaltung jedes Jahr auf die Beine stellen. Vielen Dank.

Bilderunterstützung von Reinhold Bauer Fotografie